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Am 8. September  traf  sich eine 30-köpfige Gruppe, um bei traumhaft schönem Spätsommerwetter an einer Kultur-Natur-Tagesfahrt teilzunehmen.

Der Ausflug startete mit einer Schifffahrt von Xanten nach Rees. Auf dem Oberdeck der „Germania“ die weite Niederrheinlandschaft an sich vorbei ziehen zu lassen, war Genuss pur.

Schon von weitem erblickte man die circa 1.000 m lange Reeser Rheinpromenade, eine der schönsten am Unteren Niederrhein, und die imposanten Türme der im  klassizistischen Stil erbauten Kirche St. Mariä Himmelfahrt, deren Kirchenraum durch festliche korinthische Säulenkapitelle bestimmt wird.

Während der 90-minütigen  Stadtführungen  erhielten die Gruppen von zwei Stadtführerinnen einen Überblick über Sehenswürdigkeiten und  die Geschichte der Stadt, die bereits um 700 n. Chr. mit der Entstehung einer ersten fränkischen Ansiedlung  begann. Spanier, Niederländer und Franzosen belagerten die Stadt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Altstadt Rees‘ fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte nach dem mittelalterlichen Grundriss, war aber vorherrschend funktional. Teile der alten Stadtmauer mit Pegel-, Zoll- und Mühlenturm und die historische Stadtbefestigung mit Kasematten sind erhalten geblieben.

2003 wurde auf einer Fläche von 5.500 qm der Skulpturenpark im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projektes eröffnet und zeigt – wie überall in der „kleinen Kunst-Stadt“ - die Werke unterschiedlichster Künstler.

Nach der Mittagspause brach die Gruppe nach Hamminkeln ins Arboretum „Grenzenlust“ auf, um dort eine exklusive Führung durch den Verwalter Philipp Rother, einem Landschaftsarchitekten, zu erleben. Herr Rother erläuterte, dass es sich bei der Anlage um eine private Stiftung handelt, die ihre Pforte einmal im Monat für die Öffentlichkeit und sonst nur für gebuchte Gruppenführungen öffnet. Deshalb herrscht in  dem Park eine wunderbar ruhige und entspannende Atmosphäre. Bei einem Spaziergang erfuhr man, dass die Aufgabe eines Arboretums, einer Gehölzsammlung, darin besteht, das Wachstum einheimischer und exotischer Bäume und Sträucher zu verfolgen und zu dokumentieren, wie die Pflanzen mit den vorhandenen Bedingungen zurechtkommen. Diese fachkundigen Ausführungen fesselten die Gruppe und enthielten auch für den „normalen“ Gartenfreund neue, praktisch verwendbare Erkenntnisse.

Insgesamt verbrachten die Teilnehmer - natürlich auch dank des ihnen wohlgesonnenen Wettergottes - einen abwechslungsreichen, schönen Tag.

Christa Ahrens-Wilke

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