Ein Projekt des Meerbuscher Kulturkreises e.V.

nach einer Gestaltungsidee von: Ilse Petry-Ambrosius

Bildfolge: Vorgeschichte und Idee - Virtuelle Gestaltung im Internet - Verwirklichung vor Ort

Jahrelang war die Toreinfahrt zum Gelände von Haus Meer beschmiert: „Denkmalschmutz statt Denkmalschutz?“ Das fragten sich viele.

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Muss das so bleiben?

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 Im Rahmen der 2009 gestarteten Aktion „Kunst trifft auf Denkmal“ des Ortskuratoriums Meerbusch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz entwickelte die Meerbuscher Künstlerin Ilse Petry-Ambrosius aus einem ihrer Gemälde eine künstlerisch-historische Gestaltungsidee für die Toreinfahrt. Schließlich geht es bei Haus Meer um das wohl bedeutendste Kulturdenkmal in Meerbusch. Die künstlerische Idee blieb jedoch lange virtuell und war nur auf der Internetseite „Denkmalgalerie“ zu sehen.

2016 schien ein neues Kapitel in der Geschichte von Haus Meer aufgeschlagen zu werden.

Der neue Eigentümer von Haus Meer befreite als erstes die Immunitätsmauer vom grünen Wildwuchs, gab der Toreinfahrt ein neutrales Aussehen und leitete die ersten Sicherungsmaßnahmen zum Schutz des Denkmals ein.

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Das regte den Meerbuscher Kulturkreis e.V. (MKK) Ende 2016 an, die Initiative für das Projekt „Künstlerische Gestaltung der Toreinfahrt zu Haus Meer“ zu ergreifen und eine breitere Öffentlichkeit auf das Kulturgut Haus Meer aufmerksam zu machen. Die Künstlerin stellte dazu ihre virtuelle Gestaltungsidee honorarfrei zur Verfügung. Der neue Eigentümer von Haus Meer war von der Gestaltung angetan. Die Denkmalbehörde stimmte zu. Der MKK ergriff nicht nur die Initiative, sondern kümmerte sich auch um die Finanzierung:

Grundfinanzierung durch ihn, Sponsoring und Spendensammeln in der Bürgerschaft. Zusammen mit der Volksbank Meerbusch wurde dazu ein sog. „Crowdfunding“ gestartet. Die lokale Presse machte auf die Spendensammlung Anfang Januar 2017 aufmerksam (s. das Foto in der WZ vom 7.1.2017).

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Als die Finanzierung gesichert war, gab er den Auftrag, die fotobeschichteten Kunststoffplatten (Dibond-Platten) herzustellen. Jetzt fehlte nur noch die Montage. Anfang Mai 2017 ist es so weit.

Gegen eine Spendenquittung werden die Platten fachmännisch montiert. Der Meerbuscher Glasermeister Thomas Gabernig und sein Team montieren sie in Anwesenheit des Vorsitzenden des MKK, Dr. Lothar Beseler, und der Künstlerin. Leichter Nieselregen kann den Helfern nichts anhaben.

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Nach vier Stunden ist das Werk vollbracht:

           Haus Meer hat jetzt eine künstlerisch-historische „Visitenkarte“

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Der „Hingucker“ wird noch mehr Bürgerinnen und Bürger als bisher anregen, sich näher mit „Haus Meer“ und seiner Geschichte zu befassen. Die Öffentlichkeit ist schon jetzt eingeladen, an den terminierten Parkführungen des Fördervereins Haus Meer e.V. teilzunehmen.

Ludwig Petry

                                                      

Freigegeben in Neues vom MKK

Viele haben sich bislang - meist kopfschüttelnd - gefragt, was sich hinter der Behelfseinfahrt zum Park von Haus Meer an der B 222 verbirgt. Dort soll vor 850 Jahren ein Kloster errichtet worden sein und später ein Schloss gestanden haben. Aber was heißt das? Was ist davon noch zu sehen? Und wie sieht es heute hinter dem Tor und hinter der langen Mauer aus? Die Toreinfahrt war noch bis vor kurzem verunstaltet, die lange Mauer im Lauf der Jahre von Gestrüpp überwuchert.

Es scheint sich etwas geändert zu haben. Das Gestrüpp ist beseitigt, die Toreinfahrt grau gestrichen. Könnte aus dem Grau nicht eine einladende „Visitenkarte“ werden?

Der Meerbuscher Kulturkreis e.V. (MKK) hat deshalb mit Zustimmung des neuen Eigentümers die Initiative zu einer künstlerisch-historischen Gestaltung der Toreinfahrt ergriffen und dafür auch eine Grundfinanzierung beschlossen. Die Gestaltungsidee stammt von der Meerbuscher Künstlerin Ilse Petry-Ambrosius. Virtuell existierte diese Idee schon seit einigen Jahren im Internet. Jetzt soll sie in die Realität umgesetzt werden. Die Künstlerin stellt ihre Idee honorarfrei zur Verfügung. Übertragen wird die Idee auf Kunststoffplatten (sog. Dibond-Platten), die dann auf die Torflügel montiert werden.

Der MKK übernimmt für die Herstellung der Dibond-Platten (Kosten ca. 3200 Euro) die Grundfinanzierung in Höhe von 1000 Euro und sucht für die Restfinanzierung mit Hilfe des Crowdfundings Spender aus der Bürgerschaft. Bei der Spendenaktion handelt sich um ein sog. „Crowdfunding“, für das die Volksbank Meerbusch eine Internet-Plattform und ein Sonderkonto zur Verfügung stellt. Jeder der mit einem kleineren oder größeren Betrag dieses Kunst- und Kulturprojekt unterstützen will, findet auf der Website der Volksbank Meerbusch alle notwendigen Informationen.

>> Hier geht´s zum Crowdfunding Projekt "Künstlerische Gestaltung der Toreinfahrt zum Gelände von Haus Meer"

Wenn mehr Spenden eingehen, als benötigt werden, geht der „Überschuss“ an den Förderverein Haus Meer e.V. für dessen Parkpflegearbeiten auf dem Gelände von Haus Meer.

Die künstlerische Gestaltung der Toreinfahrt zu Haus Meer soll künftig alle einladen, sich mit der Geschichte dieses einmaligen Meerbuscher Kulturgutes näher zu beschäftigen. „Das ist zugleich ein Schritt zu mehr öffentlicher Anerkennung für das wohl bedeutendste Meerbuscher Denkmal von überregionaler Bedeutung“, so Lothar Beseler, Vorsitzender des Meerbuscher Kulturkreises, und fügt hinzu: „Kunst schafft mehr Öffentlichkeit. Kunst öffnet sogar Tore!“

So heruntergekommen sah das Tor früher aus:

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Aktuelle Situation, nach Säuberung durch den Eigentümer, schon mit neuem Tor, jedoch sehr grau.

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So schön könnte die Toreinfahrt für das bekannte Meerbuscher Wahrzeichen künstlerisch mit der Idee von Ilse Petry-Ambrosius gestaltet werden

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Freigegeben in Neues vom MKK