Kulturkreis Meerbusch

Freitag, 29 Januar 2016 17:49

Wettbewerb "Künstlerinnen treffen Hildegunde"

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Im Jubiläumsjahr "850 Jahre Kloster Meer" wurden Künstlerinnen aufgerufen, sich mit Hildegunde auseinanderzusetzen in Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation.

Diesem Aufruf stellten sich 101 Künsterinnen im Wettbewerb. Da es keine technischen und inhaltlichen Vorgaben gab, haben die aus ganz Deutschland und sogar aus Italien, Luxemburg, Ukraine und Frankreich eingereichten Werke, eine enorme Bandbreite. Beeindruckend ist, wie intensiv sich die Künstlerinnen mit Hildegunde beschäftigt haben, wie tief sie in deren Geschichte und der von Kloster Meer eingetaucht sind und wieviel Mühe sie sich in der künsterischen Interpretation gemacht haben.

Keine einfache Aufgabe für die 7-köpfige Jury aus Politik und Kultur um Initiator Roger Gerhold. Zur Jury gehörten Jutta Gerhold (Kuratorin und Malerin), Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, Dr. Lothar Beseler (Meerbuscher Kulturkreis), Niklas Hebing (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität in Bochum), Isabelle von Rundstedt (Kunsthistorikerin), Irmgard Kramer (Malerin) und Anna Klinkhammer (Galeristin aus Düsseldorf). Am Montag, 25. Januar standen die drei Sieger fest. Insgesamt wird ein Preisgeld von 1.000 Euro ausgeschüttet.

1. Platz, Beate Steven (Köln)

DIE BEGEGNUNG

Pflaume, Eiche, Ahorn, Lärche. Installation, geschnitzt, coloriert und geölt. 1,30m x 1,60m x 0,35m

Zwei Frauen treffen aufeinander: die eine aus der Zeit heute, eine Aussteigerin, eine die anders sein will, nicht angepasst und die durch ihr Aussehen provoziert - die andere ist wie eine aus der Zeit gefallene Erscheinung, eine Erinnerung an unsere Wurzeln, unsere Geschichte.
Die eine steht für uns; die andere steht für Hildegunde - beides sind Frauen, die sich für ein Leben jenseits der Masse entschieden haben. Beide tragen ein Kind auf dem Arm, was sie, über Zeit und Raum hinweg, mit allen Frauen aus aller Welt, verbindet.
In Betrachtung der kleinen, dunklen Madonna liegt seitens der jungen Frau von heute eine Erkenntnis: ihre in sich ruhende Kraft ist wie eine Einladung, sich als Mensch angenommen fühlen zu dürfen, unabhängig von Aussehen und gesellschaftlichem Status.
Symbolisch für diese göttliche Botschaft zum Menschsein spannt sich die alte Eichenbohle zwischen beiden Frauen.

2. Platz, Cornelia Regensburger (Dortmund)

LANGER WEG

Eine Annäherung zum Kloster Meer und dem ,was noch zu sehen ist, in Form von Skizzen, Notizen und Gedichten.

3. Platz,  Ada Mee (Heidelberg)

HILDEGUNDE HEILT UND HILFT

Bronzefigur, Chirurgenklemme, Infusionsschlauch, V2A-Stahl, Rheinkiesel
40x25x19cm, stehend auf einer Acrylsäule

"Ich habe gelernt, dass diese außergewöhnliche Frau bereit war für soziales Denken und Handeln. Sie gründete nicht nur ein Kloster, sondern initiierte auch ein Krankenhaus und widmete sich dem Seelenheil und der Heilung von Kranken. Mit meinem Objekt will ich die Verflechtungen und Komplexität sichtbar machen. Der große Stein ist der Fels des Klosters, als Symbol des Glaubens und auf diesem Fels habe ich die Klostergründerin, die bis in die heutige Zeit als Selige verehrt wird, positioniert.

 

 

 

 

 

Gelesen 2129 mal Letzte Änderung am Samstag, 30 Januar 2016 12:44

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