Kulturkreis Meerbusch

Montag, 20. Mai 2024 23:16

Bericht: auf den Spuren Konrad Adenauers und Melaten-Friedhof

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Busrundfahrt Köln: „Auf den Spuren Konrad Adenauers“
Führung über den Melaten-Friedhof - „“Was Kölsche Leeder op Kölsche Friedhöff"

Der diesjährige Köln-Besuch mit 40 Teilnehmern hatte zwei Schwerpunkte: „Was hat Konrad Adenauer in der Zeit als Oberbürgermeister dieser Stadt für die Kölner geschaffen?“ und „Was haben die Liedermacher und Karnevalisten für die Kölner geschaffen, dass sie auf dem Melaten-Friedhof ihre letzte Ruhestätte fanden?“.

Am Vormittag folgte die MKK-Gruppe den Ausführungen des Köln-Experten, -Stadtführers und neuerdings auch Trauerredner Günter Leitner, der sehr unterhaltsam davon berichtete, was Konrad Adenauer in der Zeit als Kölns Oberbürgermeister von 1917 bis 1933 (Absetzung durch die Nazis) und dann noch einmal ab 1945 für die Stadt getan hat. Um nur einige wichtige Stationen, Plätze, Einrichtungen zu nennen: Neugründung der Universität, Müngersdorfer Stadion, die Kölner Messe und ihre Ausstellungen, die Mühlheimer Brücke, der Hafen in Köln-Niel, die Ansiedlung der Ford-Werke (gigantisch groß wie eine kleine Stadt), der erste Flughafen und etwas ganz Großartige: Der innere und der äußere Grüngürtel, die grüne Lunge von Köln, an der sich noch heute die Kölner erfreuen.

Am frühen Nachmittag ging es dann auf den Melaten-Friedhof, gezielt zu den Kölner Liedermachern und Karnevalisten, denn unser Kölsche Jung, der Thomas Cieslik, der Bibi mit dem Bowler-Hut, nahm seine Gästeschar mit auf einen virtuellen Rundgang zu den Gräbern der bekannten Musiker und Liederschreibern. Da er von seiner Mutter zweisprachig erzogen wurde, war es für ihn kein Problem, die Originalliedertexte zu seiner Gitarre op Kölsch zu singen. Das ganze wurde „professionell unterstützt durch seine High-Tech-Anlage“, die er auf einem Rollwägelchen hinter sich herzog! ?

Um nur einige von den Kölner Originalen zu nennen:

Thomas Liessem - (1900 - 1073)
"Heimweh nach Köln - Wenn ich su an ming Heimat denke…"

Jupp Schlösser – (1901 – 1991)
„Am Aschermittwoch ist alles vorbei…“

Willi Ostermann - (1878 - 1938)
"De Höhnerfarm vum Zilla…"

Toni Steingass - 1921 - 1987)
"De Haupsach' es et Hätz es good…"

Jupp Schmitz - (1901 - 1991)
"Wir kommen alle in den Himmel …"

Gerhard Jussenoven - (1911 - 2006)
"Die Hüs'cher bunt om Aldermaat"

Horst Muys - (1925 - 1970)
"Ich ben e'ne Kölsche Jung, wat willste maache"

Für alle Teilnehmer war es wieder mal der lustigste Friedhofsbesuch.

Hier noch ein paar Eckdaten und Informationen zum Melaten Friedhof:
Der Melaten-Friedhof ist der Zentralfriedhof von Köln, liegt im Stadtbezirk Köln-Lindenthal und mit 435.000 qm und ca. 55.000 Grabstätten der größte der Stadt.
Melaten war eine römische Siedlung, die ursprünglich gar nicht zu Köln gehörte und erst im 12. Jahrhundert eingesiedelt wurde. In dieser neu hinzugekommenen Ortschaft wurden Todkranke und Menschen mit scheinbar und tatsächlich hoch ansteckenden Krankheiten eher verschachert als begraben. Daher auch der Name "Die Maladen è Melaten", Europas größtes Siechenhaus. 1243 wurde der "hoff to Malaten" (Hof zu Melaten) erstmals urkundlich erwähnt. Mit der Gestaltung des Friedhofes wurde Ferdinand Franz Wallraff beauftragt, der sich den Pariser Friedhof Père Lachaise zum Vorbild nahm. Geweiht wurde der Melaten Friedhof schließlich im Jahr 1810 durch Dompfarrer Michael Joseph Dumont. Der Friedhof erlebte im Laufe der Geschichte mehrfach Zerstörungen. Die schlimmsten Verwüstungen richteten Fliegerbomben am 30. und 31. Oktober 1944 an.

Nach stundenlanger Aufnahme vieler Informationen und Neuigkeiten waren die Merbuscher nun gern bereit, Nahrung aufzunehmen. Dazu bot sich die nahe gelegene Brauerei Marienbildchen geradezu an.

Und wieder fand ein ereignisreicher, informativer und zeitweise fröhlicher Kulturausflug gegen 19 Uhr sein Ende.

Steffi Valentin

Gelesen 87 mal Letzte Änderung am Montag, 20. Mai 2024 23:51

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