Kulturreise nach Friesland
von Monika Zehmisch
Am frühen Dienstagmorgen stand unser Reisebus bereit, um 32 Mitglieder des MKK nach Groningen zu fahren.
Dort angekommen, konnten wir schon die ersten Sehenswürdigkeiten, z. B. die Martini-Kirche oder den Prinzenhof, besichtigen.
Nach einer Mittagspause auf dem lebendigen Markt besuchten wir das „Forum“ inmitten der Altstadt. Mit seiner beeindruckenden Architektur, einer Höhe von 45 Metern und einer Fläche von 17.000 Quadratmetern dient es den Groningern als Arbeitsplatz und Treffpunkt. Die freischwebenden Rolltreppen zu den vielen Stockwerke unterstreichen das großartige Raumgefühl des Innenraums.
Während eines anschließenden Rundgangs ging es unter anderem vorbei am jüdischen Viertel mit der Synagoge, der Kornbörse, der A-Kirche und vielen weiteren Denkmälern.
Mit den Eindrücken des Tages fuhren wir in unser Hotel, wo ein großartiges Abendessen auf uns wartete.
Am nächsten Morgen fuhren wir zum Groninger Museum.
Nach einem kurzen Blick in das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1896 ging es weiter zur Führung im Museum. Das moderne Gebäude ist vor allem durch seinen spektakulären Neubau aus dem Jahr 1994 berühmt geworden. Durch die jeweils eigenen Farben und Formen wirkt das Museum wie ein modernes Kunstwerk.
Anschließend fuhren wir entlang der Küste nach Leeuwarden, der Hauptstadt Frieslands, die bekannt ist für ihre historischen Grachten, ihre gemütliche Altstadt und die friesische Kultur. Ein ausführlicher Rundgang entlang der „Oldehove“, des Hauses von Mata Hari und des „Prinsentuin“ verschaffte uns einen guten Überblick über die Besonderheiten der Altstadt.
Zurück ging es auf schnellstem Weg zu einem Pannenkoekenrestaurant direkt am See gelegen.
Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der maritimen Städte.
Zuerst fuhren wir nach Sneek, um bei herrlichem Wetter mit einem Schiff die Kanäle und Häuser der Stadt zu besichtigen.
Von dort ging es weiter nach Harlingen, der Hafenstadt Frieslands. Nach einem Rundgang und einer Pause fuhren wir weiter nach Franeker.
Dort erwartete uns nach einer kurzen Führung durch die Stadt das älteste Planetarium der Welt. Uns wurde erklärt, wie das Planetarium noch heute so genau den Stand der Sonne und der Planeten sowie Datum und Uhrzeit anzeigen kann.
Am letzten Tag fuhren wir über den 32 Kilometer langen Abschlussdeich. Natürlich legten wir an der Stelle, an der der Deich geschlossen wurde, einen Stopp ein, bevor es weiter nach Westfriesland ging.
Die kleinen Dörfer mit ihrer eigenen Geschichte, der Ringdeich und die alten, reich verzierten Bauernhöfe begleiteten uns auf dem Weg nach Hoorn. Eine Führung durch Hoorn mit den vielen sehr schön restaurierten Häusern zeigte den Reichtum der Bürger der Stadt im 17. und 18. Jahrhundert.
Eine Mittagspause auf dem zentral gelegenen Platz bei bestem Wetter rundete unsere Eindrücke der Stadt ab. Quer durch das IJsselmeer fuhren wir zurück nach Hause – mit vielen positiven Eindrücken und Erinnerungen.
Eine Kulturreise, die förmlich nach einer Fortsetzung schreit.
Jos Coenen