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Gasometer Oberhausen zeigt die Ausstellung „Mythos Wald“

von Monika Zehmisch

Der Meerbuscher Kulturkreis ist ein treuer Besucher dieser Ausstellungsstätte: Seit 2011 hat der MKK alle Ausstellungen dort kennengelernt. Und alle waren faszinierend, aber stimmten leider auch zum Nachdenken.

Die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit „Das zerbrechliche Paradies“ im Jahr 2021 begann, gefolgt von „Planet Ozean 2024“. Um auch diese kennenzulernen, machten sich 45 MKK-Teilnehmer auf den Weg nach Oberhausen. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt.

In unterschiedlichen Kapiteln präsentiert „Mythos Wald“ die Diversität unserer Waldgebiete, deren Ökosysteme so unterschiedlich sind wie die Klimazonen, in denen sie vorkommen. Um den Äquator liegen die tropischen Regenwälder mit ihrer verschwenderischen Fülle, die mächtigsten Baumriesen wachsen Tausende Kilometer weiter nördlich in Kalifornien, und in den Transsilvanischen Alpen findet sich Europas letzter Urwald. Facettenreich ist der oft in Märchen und Sagen vorkommende Deutsche Wald mit seinen Eichen, Buchen, Fichten oder Kiefern und gilt dabei auch als Sehnsuchtsort. Mit großformatigen, teilweise erstmals zu sehenden Bildern und Filmsequenzen zeigt der Gasometer, dass Wälder mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen sind. Dafür widmet sich die Ausstellung den einzigartigen Tier- und Pflanzenwelten, zu deren Pracht an Geschöpfen neben Wolf, Faultier, Eule, Braunbär oder einem zweieinhalb Meter langen Gliederfüßler aus dem Karbonzeitalter auch das einzigartige Originalskelett des vor rund 7000 Jahren ausgestorbenen Riesenhirschs gehört.

Den dramaturgischen Höhepunkt der aktuellen Ausstellung bildet eine bisher noch nie realisierte Kunstskulptur. „Der Baum“ ermöglicht als größte Innenraum-Lichtskulptur der Welt einen einmaligen Blick aus dem optisch gestalteten Wurzelwerk in die 35 Meter hoch in den Himmel des Gasometers aufsteigende Baumkrone.

Realisiert wird „Mythos Wald“ von der Gasometer Oberhausen GmbH in Zusammenarbeit mit dem Museum Koenig, Bonn und dem LWL-Museum für Naturkunde sowie der freundlichen Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie.

Nach diesen drei spannenden Führungen und der Möglichkeit, noch einmal individuell durch die Ausstellung zu gehen, waren alle für eine Mittagspause bereit. Dem Gasometer angeschlossen ist das Klubhaus des dortigen Tennis- und Hockeyclubs, wo wir dann entspannt unser vorbestelltes Essen genießen konnten. Es steht schon jetzt fest, dass der MKK auch die nächste Ausstellung wieder besuchen wird.

Steffi Valentin