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Die Möwe

von Monika Zehmisch

Anton Tschechow im Düsseldorfer Schauspielhaus

Mit „Die Möwe“ steht im Oktober einer der großen Klassiker der Theaterliteratur auf dem Spielplan des Düsseldorfer Schauspielhauses. Die renommierte Schweizer Regisseurin Barbara Frey inszeniert Tschechows Stück über Kunst und Liebe, Erwartungen und Enttäuschungen, den Wunsch nach Veränderung und die Angst vor dem eigenen Bedeutungsverlust.

In der Rolle der Irina Nikolajewna Arkadina ist Anna Schudt zu erleben, die mit Beginn der neuen Spielzeit zum Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses gehört.

📅 Sonntag, 25. Oktober 2026
📍 Düsseldorfer Schauspielhaus, Großes Haus, Gustav-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
🕔 Treffpunkt: 17:00 Uhr im Foyer
🎭 Einführung: 17:15–17:45 Uhr
🎟️ Vorstellungsbeginn: 18:00 Uhr
🍷 Im Anschluss: geselliges Beisammensein im Restaurant Schillings im Schauspielhaus (Anmeldung erforderlich)
💶 MKK-Mitglieder: 46 Euro, Gäste: 48 Euro (Regulärer Preis des Schauspielhauses: 55 Euro)
📞 Anmeldung: Sigrid Müller-Emsters, 02132 130709 oder sigrid.mueller-emsters@meerbuscher-kulturkreis.de

Bitte überweisen Sie den Kostenbeitrag erst nach erfolgter Kartenzusage auf das MKK-Konto:
Meerbuscher Kulturkreis e.V.
IBAN DE77 3055 0000 0000 2200 12

Der MKK hat Karten der Preiskategorie 1 reserviert.

Die Kartenanzahl ist begrenzt.

Ein Klassiker, der erstaunlich modern geblieben ist

„Wir brauchen neue Formen. Neue Formen! Und wenn es sie nicht gibt, dann sollte man den ganzen Quatsch lieber ganz lassen.“

Die einen verteidigen ihre Kunst, um zu überleben. Die anderen suchen nach neuen Formen, um überhaupt leben zu können. Aber hier kommt keiner an. Gegen die Erwartungen der anderen.

Die junge Schauspielerin Nina und der ambitionierte Dramatiker Kostja – prekär, aber unbedingt – träumen von der Liebe. Während Kostjas Mutter Arkadina die Kunst ihres Sohnes verachtet und sich in Sehnsüchten nach dem erfolgreichen Autor Trigorin verliert. Man findet sich zusammen und ist in schmerzhaften Konflikten miteinander verbunden. Ein Leben geht nur im Selbstwiderspruch. Und über allem stehen die Angst vor dem eigenen Bedeutungsverlust und die lähmende Macht eines Systems, das lieber verwaltet als erneuert. Die Menschen fragen: Wo ist die große Vision? Und sind darin erschreckend modern. Haben wir den Glauben an die Zukunft schon verloren?

Barbara Frey inszeniert „Die Möwe“

Die Schweizer Regisseurin Barbara Frey inszeniert seit vielen Jahren an renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum und hat das zeitgenössische Theater nachhaltig geprägt.

Die vielfach ausgezeichneten Arbeiten der ehemaligen Intendantin des Zürcher Schauspielhauses (2009–2019) und der Ruhrtriennale (2021–2023) stehen für formale Klarheit und eine hohe Sensibilität für Sprache. Barbara Frey zeigt einen großen Klassiker und ein großes Ensemblestück über die Frage, wie man auch im Scheitern Mensch bleibt. Weder Komödie noch Tragödie. Ein Zwischenspiel.

Auf der Bühne

Irina Nikolajewna Arkadina: Anna Schudt
Konstantin Gawrilowitsch Treplew, ihr Sohn: Marin Blülle
Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder: Ronald Kukulies
Nina Michailowna Saretschnaja: Sera Ahamefule
Boris Alexejewitsch Trigorin: Guy Clemens
Ilja Afanasjewitsch Schamrajew, Verwalter: Thomas Wittmann
Mascha, seine Tochter: Linda Rohrer
Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt: Claudius Körber
Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer: Langston Uibel

Regie: Barbara Frey
Bühne: Martin Zehetgruber, Stephanie Wagner
Kostüm: Esther Geremus
Dramaturgie: Emilia Heinrich

Bild:
Anna Schudt
© Thomas Rabsch
mit freundlicher Genehmigung des Düsseldorfer Schauspielhauses