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Besuch aus Fastiv

von Monika Zehmisch

Vom 6. bis 10. Juli 2026 besuchte Meerbusch eine vierköpfige Delegation aus unserer ukrainischen Partnerstadt Fastiv.

Darunter waren zwei enge Mitarbeiterinnen des Bürgermeisters Mykhailo Netiazhuk, Nataliia Forosenko und Viktoriia Kostetska. Begleitet wurden sie von dem Kriegsveteran Vadim Bashynskyi, der sich in seiner Heimat um aus dem Krieg zurückgekehrte Soldaten kümmert, und dem Arzt Taras Morozko.

Die Stadt Meerbusch und verschiedene Meerbuscher Vereine stellten ein informatives und vielfältiges Programm zusammen. So besuchten die Ukrainer u.a. Infrastruktureinrichtungen wie das Wasserwerk in Lank, das Umspannwerk in Osterath und auch die Therapieklinik in Osterath, in der bereits Kinder, die unter den Kriegsfolgen leiden, behandelt werden.

Der Meerbuscher Kulturkreis organisierte am Montag eine Stadtrundfahrt zu den kulturellen Highlights Meerbuschs. Diese wurde von Thomas Cieslik geführt. Beginnend in Strümp an der Schwinge der Freundschaft von Will Brüll, informierte er über die Stadtgeschichte und die Idee und die Entwicklung der Städtepartnerschaften in Meerbusch. Nicht fehlen durfte natürlich ein Besuch am Haus Meer als Keimzelle Meerbuschs und dem Wahrzeichen, dem Gartenpavillon Teehäuschen. Thomas Cieslik gelang bei seiner Führung ein feinfühliger Wechsel zwischen heiteren, entspannenden Orten wie dem Brunnen auf dem Alten Lanker Marktplatz von Michael Franke und der Rheinfähre in Langst-Kierst und ernsten Stationen, die den dunklen Teil unserer deutschen Geschichte thematisieren wie dem Mahnmal für die Opfer der Weltkriege von Joseph Beuys im Büdericher Alten Kirchturm und dem Jüdischen Friedhof in Lank-Latum.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames, rustikales Abendessen im Haus Baumeister in Lank-Latum.

Die gute Stimmung an dem schönen Sommerabend wurde aber zeitweise durch aktuelle schlechte Nachrichten aus der Heimat getrübt.

Am Mittwoch fand eine kleine Stadtführung durch die Düsseldorfer Altstadt und ein Gespräch mit Jacques Tilly im Karnevalsmuseum statt. Seine hoch politischen Karnevalswagen machen deutlich, dass er schon früh vor Putins autokratischen Tendenzen warnte und den russischen Überfall auf die Ukraine anprangerte. Hiervon zeugen die Verurteilung Tillys in Russland. Anstoß des Verfahrens waren satirische Mottowagen, die Wladimir Putin und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine kritisieren. An dieser Veranstaltung konnten wir als Vertreter des Meerbuscher Kulturkreises teilnehmen und davon profitieren. Die herzlichen Begegnungen lassen auf ein Wiedersehen – im Frieden – hoffen.

Christa Ahrens-Wilke und Martin Wilke