Umwelt Landschaft Freiheit
Clemens-Sels-Museum (Am Obertor, 41460 Neuss)
Ausstellung im Clemens-Sels-Museum
Passend zur diesjährigen Landesgartenschau in Neuss beleuchtet die Ausstellung die wechselvolle Geschichte der Landschaft am Niederrhein und zeigt, wie tief menschliche Eingriffe das Naturbild seit der Steinzeit bis heute geprägt haben.
Mensch und Umwelt stehen in einer starken Wechselwirkung zueinander, die eng mit dem Begriff Freiheit verbunden ist. Denn letztlich bedeutet Freiheit nicht allein die Abwesenheit von Zwängen, sondern auch die Möglichkeit zum selbstbestimmten Handeln. Waren die Eingriffe der Jäger und Sammler in der frühen Menschheitsgeschichte noch gering, so prägten landwirtschaft-liche Großbetriebe sowie Militärlager das römische Neuss.
Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft eroberte sich die Natur viele Flecken zurück. Im Hochmittelalter und in der Frühen Neuzeit wurde die Landschaft erneut grundlegend verändert: Wälder wurden gerodet, Moore trockengelegt, Städte, Burgen und Klöster errichtet. Eine noch radikalere Umgestaltung der Landschaft setzte während der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert im Neusser Stadtgebiet ein.
Mit dem zunehmenden Verschwinden der Natur entstand eine neue Sehnsucht nach ihr, die nun mit Freiheit verbunden wurde. Parks und Gärten sollten als Ausgleich dienen. Ökologisches Bewusstsein erwachte. Die Ausstellung zeigt diese Entwicklung und stellt die Frage, was Natur ist und wie eine Freiheit aussehen kann, die Mensch und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt.
Treffpunkt: 13:45 Uhr vor dem Clemens-Sels-Museum, Am Obertor, 41460 Neuss
Kosten: 12 € Mitglieder, 14 € Gäste (mit ArtCard 8/10 €) Anmeldung: bis 30.07.2026 bei Christa Ahrens-Wilke, Tel. 02159 50543 oder christa.ahrens-wilke@meerbuscher-kulturkreis.de
Überweisung: bis 06.08.2026 auf das MKK-Konto