Kulturkreis Meerbusch

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Erste Kultur-Wander-Reise des Meerbuscher Kulturkreises

Der Meerbuscher Kulturkreis (MKK) hat sich mit einer 18-köpfigen Reisegruppe für drei Tage erstmalig an ein neues Format gewagt - Kultur und Wandern im Tecklenburger Land.

Das erste Ziel am Tag der Anreise war Osnabrück, wo sich die Teilnehmer bei einer 90-minütigen Stadtführung ein Bild von der Stadt des Westfälischen Friedens von 1648 machen konnten.

Der Stadtrundgang begann unter kundiger Führung am Dom St. Peter, markant durch seine unterschiedlichen Türme (der Dicke und der Dünne). Ein „Muss“ war natürlich der Besuch des Ratssaales im historischen Rathaus der Stadt, wo der Westfälische Frieden geschlossen wurde. Dann ging es durch die malerischen Gassen der Altstadt, die für viele der Teilnehmer eine Überraschung waren. Nach der Führung blieb noch genügend Zeit für einen Imbiss und weitere persönliche Erkundungen. Dazu trug auch, die nach zwei Jahren wieder stattfindende Osnabrücker Maiwoche bei, mit ihrem vielfältigen Angebot an zahlreichen Ständen in der ganzen Innenstadt.

Zurück zum Bus ging es über eine kleine Promenade entlang des Flüsschens Hase, um dann zu unserem Wanderziel bei Tecklenburg zu fahren.

Angekommen bei strahlendem Sonnenschein im malerisch gelegenen Domizil, dem Jagdschloss Habichtswald, erwartete uns ein wunderbares Grillbuffet und der Abend konnte in geselliger Runde ausklingen.

Begleitet von einer Kulturlandschaftsführerin fürs Tecklenburger Land, die über geologische Besonderheiten der Region informierte, erwanderte die Gruppe am zweiten Tag die gut zehn Kilometer lange Teutoschleife Canyon Blick. Die Teutoschleifen sind die jüngsten und nördlichsten „Premiumwanderwege“, die nach den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts entwickelt wurde. Nach einem schweißtreibenden Anstieg auf den Kamm des Teutoburger Waldes folgten herrliche, aussichtsreiche Wiesenpassagen im Wechsel mit urigen Waldbereichen. Zur Stärkung und kurzen Erholung kehrte man mittags in der Stiftsschänke in Leeden ein und erfuhr einiges über die Geschichte des einstigen Klosters der Zisterzienserinnen. Höhepunkt und Namensgeber der am Nachmittag fortgesetzten Wanderung war der Lengericher Canyon, ein ehemaliger Kalksteinbruch, der sich nach seiner Stilllegung mit Wasser gefüllt hat und heute ein Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere ist.

Nach der großen Tageswanderung und einer ausgiebigen Pause, waren die Teilnehmer wieder bereit für einen kleinen abendlichen Rundgang durch die idyllische Altstadt des Städtchens Tecklenburg. Alle waren jedoch auch froh über die Einkehr in das Restaurant „Gräfin AnnA“, das mit seiner schönen Lage noch einen Blick über die Dächer der Altstadt bot und mit seiner herzhaften Kost genau den richtigen Ausklang des Tages bot.

Am Vormittag des letzten Reisetages stand die ca. sechs Kilomater lange Stadtwanderung Tecklenburger Romantik auf dem Programm. Wieder begann die Wanderung mit einem Anstieg, diesmal hinauf zur historisch bedeutsamen Burg mit mächtiger Mauer und Wierturm, der zu Ehren des Dr. Wier, einem Gegner der Hexenverfolgung, errichtet wurde. Nach einem Spaziergang vorbei an pittoresken Fachwerkhäusern führte der Weg durch die mit geheimnisvollen Löchern durchsetzten Felsen der Hexenküche. Feste Wanderstiefel und -stöcke waren bei dem herausfordernden Abstieg hilfreich. Zum Schluss folgte die Route dem Mühlbach durch artenreichen Wald bis zum Wasserschloss Haus Marck.

Zur Jahreszeit passend, fuhr man anschließend zum seit 1260 existierenden Gut Erpenbeck in Lengerich, einem typisch westfälischen Familienbetrieb mit Spargelanbau und traditioneller Schinkenräucherei. Nach einer informativen Hofführung kostete die Gruppe hofeigene Produkte und genoss den wunderschönen, parkähnlichen Garten mit riesigen blühenden Rhododendren.

Immer mit einem Blick auf die Unwetterwarnungen für Nordrhein-Westfalen, waren die Teilnehmer doch froh, etwas früher die schöne münsterländische Wasserburg, Burg Hülshoff, zu erreichen, den Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff.

Es blieb noch Zeit für einen kleinen Rundgang im weitläufigen Burgpark, wo man auf dem Lyrik Weg auf den Spuren der Dichterin lustwandeln kann. Auch die Außengastronomie des Burgcafés konnte noch genossen werden, bevor die ersten Regentropfen die Teilnehmer zurück in den Bus zwangen.

Unser erfahrener, immer freundlicher und hilfsbereiter Fahrer brachte uns sicher zurück nach Meerbusch. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: „Eine gelungene Kombination aus Wandern und Kultur.“ Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr nochmal.

Reiseleitung

Christa Ahrens-Wilke
Doris Beseler

Freigegeben in Neues vom MKK

50 Jahre Meerbusch

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