Reiseberichte

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Sonntag, 10. Mai 2015 20:00

Antwerpen – auf Rubens Spuren

MKK Kulturreise am 25. April 2015

Antwerpen, der drittgrößte Seehafen Europas, liegt keine 200 Kilometer von Meerbusch entfernt. Dementsprechend war es möglich, im Rahmen einer Tagesreise auf Rubens Spuren durch die flämische Kulturstadt zu streifen. Unser erstes Ziel, das „Rubenshuis“, gibt wirklich beeindruckende Einblicke in die Welt des berühmten Antwerpener Malers, der allerdings im westfälischen Siegen geboren wurde. Auf anschauliche und lebendige Weise wurde unsere Gruppe durch den Renaissance-Palast geführt, den der Meister nach seiner Hochzeit mit der Antwerpener Patriziertochter Isabella Brant nach eigenen Entwürfen bauen ließ. In der aktuellen Wechselausstellung bekommt der Besucher zusätzlich eine Vielzahl kunstvoller Porträts von Rubens Familienmitgliedern zu sehen. Die Ausstellung „Rubens privat“ ist noch bis zum 28. Juni geöffnet. Wer es einrichten kann, legt seinen Besuch besser auf einen Wochentag, da die Wochenenden sehr gut besucht sind.

Schon zu Rubens Zeiten stand das Haus „De Pelgrom“ in der Pelgrimstraat, in dessen mittelalterlichem Kellergewölbe wir unser Mittagessen einnahmen. Die MKK-Gruppe begab sich nach einer ordentlichen Stärkung mit belgischen Spezialitäten auf den Weg zu einer individuellen Stadtführung. Die Tour führte unter anderem durch romantische Hinterhöfe, über den „Groote Markt“ und zum Vleeshuis, dem prächtigen Markt- und Gildehaus der Antwerpener Fleischer. Zum Glück hatte der morgendliche Nieselregen inzwischen aufgehört, so dass die Antwerpener Sehenswürdigkeiten ungetrübt betrachtet werden konnten.

Endpunkt der Stadtführung war das „Museum aan de Stroom“ (MAS). Das 2011 eröffnete Gebäude besteht aus zehn Ausstellungsebenen, die jeweils um 90 Grad gedreht sind, wodurch die Besucher auf jeder Etage einen neuen Blick auf die Stadt Antwerpen bekommen. Der 360-Grad-Panoramablick über Schelde, Altstadt und Hafen genossen auch die Meerbuscher Kulturreisenden – um so mehr als sich am späten Nachmittag die ersten Sonnenstrahlen zeigten. Das Gebäudeinnere enthält ethnografische Exponate aus aller Welt. Zwei Etagen befassen sich mit der Geschichte des Welthafens Antwerpen. Dazu kommen Wechselausstellungen, aktuell zum Beispiel über Migration und die Folgen des ersten Weltkriegs. Nach Schließung des Museums um 18 Uhr machte sich die MKK-Gruppe auf den Rückweg. Die Tagesreise hatte einige interessante Einblicke in Geschichte und Kultur der flämischen Hafenstadt gebracht. Einige Mitreisende werden sicher zu einer individuellen Vertiefung des Erlebten an die belgische Küste zurückkehren.

Michael Otterbein

Freigegeben in Neues vom MKK
Donnerstag, 25. September 2014 02:00

Petersburg hautnah erlebt

Die Reise des Meerbuscher Kulturkreises nach Russland

Mit 16 Teilnehmern fuhr der Meerbucher Kulturkreis in einer von der Firma Arte GmbH aus Osterath organisierten Reise für 6 Tage nach St. Petersburg. Neben vielen Meerbuschern kamen eine Teilnehmerin sogar aus Wien/Österreich und ein anderer Mitreisender aus Bern/Schweiz.

In einem 4-Sterne-Hotel in der Nähe der Prachtstraße, dem Nevsky Prospekt, untergebracht besuchte die Gruppe die üblichen Highlights von Petersburg und Umgebung wie die Peter-Paul-Festung, die Smolny-Kathedrale, die Eremitage, den Katharinenpalast mit dem Bernsteinzimmer und den Jussopow Palast.

Auf seinen Kulturreisen legt der Meerbuscher Kulturkreis immer Wert, dass auch abseits der üblichen Routen kulturelle Einrichtungen besucht werden. Lothar Beseler, Vorsitzender des Meerbuscher Kulturkreises und Reiseteilnehmer: „Wir legen Wert auf ein individuelles Kulturprogramm, in dem wir auch mit den Menschen zusammenkommen und uns nicht nur Paläste und Kirchen ansehen".

So besuchte die Gruppe am 4. Reisetag die Privatschule „Limpick" außerhalb von Petersburg. In einer sehr ansprechenden Einrichtung ist nicht nur ein Kindergarten untergebracht sondern auch eine Grundschule für Kinder bis zum 10. Lebensjahr. Die Kosten liegen bei 500 € monatlich, ein stolzer Betrag, wenn man bedenkt, dass eine Lehrerin in Russland nur rund 600 € monatlich verdient. In den einzelnen Schulklassen gibt es höchstens 15 Kinder, die in insgesamt 5 Fächern unterrichtet werden und zusätzliche Kurse wie z.B. einen Kosmonautenkurs besuchen können. Die Schulleiterin lud Meerbuscher Kinder mit ihren Eltern zu einem Schulbesuch ein. „Wir haben genug Platz für alle". Die Schule erhielt von Lothar Beseler ein Buch vom Schreibwettbewerb „Schreibtalente". Die Schulleiterin: „Es wird gerade erörtert, ob nicht an der Schule auch Deutsch angeboten werden sollt."

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des bekannten Bildhauers Rustam Igramberdiev, der durch die Skulpturensammlung der Kunstakademie führte. „Die Studenten werden hier traditionell ausgebildet. Ein Professor wie Josepf Beuys wäre an dieser Akademie nicht denkbar", erläuterte der Künstler auf Nachfragen. Und er fügte hinzu: „Die Sowjetunion hat die Künstler mehr gefördert als die heutige Regierung. Die meisten Oligarchen haben wenig Ahnung von Kunst". Auf dem Programm stand außerdem der Besuch einer privaten Balletschule. Ein Exklusivkonzert im Scheremetjew Palast rundete die Reise ab.

Eine Teilmehrerin: „Es hat sich wieder gelohnt, an einer Reise mit dem Meerbuscher Kulturkreis und der Firma Arte teilzunehmen".

Freigegeben in Neues vom MKK
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50 Jahre Meerbusch

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