Kulturkreis Meerbusch

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Wir waren mutig und konnten am 7. Juli das angebotene Programm fürs 2. Halbjahr 2020 mit einem Spaziergang in Büderich auf den Spuren von "Mataré und seinen Schülern" starten. Corona hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht!

Im Sonnenschein und mit Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet folgten 13 Teilnehmer unserer Mataré-Expertin und Kunsthistorikerin Dr. Margot Klütsch auf dem Kunstweg durch Büderich und erlebten all die Plätze, wo Spuren von Mataré selbst oder seinen Schülern zu sehen waren.
Ewald Mataré (1887 - 1965) lebte mehr als 30 Jahre in Büderich. Mataré war einer der großen deutschen Bildhauer der klassischen Moderne. Er war Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, berühmt für seine Tierdarstellungen, und er war unter anderem Schöpfer der Kölner Domportale. Zu seinen Schülern zählten Joseph Beuys und Erwin Heerich. Nach der Restaurierung ist die größte öffentliche Arbeit von Joseph Beuys, das Mahnmal für die Toten der beiden Weltkriege im Alten Kirchturm, wieder zugänglich.

Die Gruppe konnte folgende Werke besichtigen:

  • Ewald Mataré (Entwurf 1935): Mataré-Brunnen (1967), Ausführung: Karl und Michael Franke
  • Joseph Beuys: Tor und Auferstehungssymbol, Mahnmal für die Toten der beiden Weltkriege (1955-59)
  • Ewald Mataré: Grabstein Ewald und Hanna Mataré (um 1959), ursprünglich für das Grab von Matarés Schwägerin geschaffen
  • Adolf Westergerling: Mahnmal für die Toten der beiden Weltkriege (1959)
  • Joseph Beuys: Grabstein Fritz Niehaus (1951)
  • Erwin Heerich. Grabstein Emmy und Hans Baltzer (1953 aufgestellt)
  • Karl Franke: Posaunenengel (1956), 1999 über dem Eingang der Friedhofskapelle angebracht
  • Ewald Mataré (Entwurf): Grabstein Herbert Böttger (1957), Ausführung: Adolf Westergerling
  • Karl Franke: Grabstein Ewald und Hanna Mataré (1966)
  • (kein Mataré-Schüler) Peter Rübsam: Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft (1988)
  • Erwin Heerich: Bank (2000)
  • Kurt Link: Windsbraut (2002), Nachguss einer Kleinbronze aus den 1980er Jahren.

Gern hätten einige Teilnehmer nach den langen Corona-Einschränkungen noch einen Kaffee auf der Dorfstraße genossen, doch entweder waren die Außenplätze der Cafés wegen des schönen Wetters besetzt oder andere Cafés mussten um 17 Uhr schon geschlossen werden. Es war schade, aber wir sind trotzdem alle froh, endlich wieder ein Licht am langen dunklen Tunnel gesehen zu haben. Der Anfang ist gemacht, und jetzt kann man nur hoffen, dass alle folgenden Veranstaltungen ebenso reibungslos stattfinden können!

Steffi Valentin

Freigegeben in Neues vom MKK

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