Kulturkreis Meerbusch

Dienstag, 13 August 2019 13:35

Der Düsseldorfer Nordfriedhof - Künstler, Gräber und Gelehrte, Teil 2 Besuch am 06. Juli 2019

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Im letzten Jahr (August 2018) organisierte der MKK eine Führung über den Düsseldorfer Nordfriedhof, die so große Resonanz fand, dass in diesem Jahr eine Wiederholung auf dem Programm stand. Mit ca. 70 Hektar ist der Friedhof so groß, dass ein einziger Besuch keinesfalls ausreicht, um ihn ganz kennenzulernen und um dies vorwegzunehmen: dafür wird ein dritter Besuch nötig sein.

Der Kunsthistoriker Klaus Siepmann begleitete wie schon im letzten Jahr die interessierten Zuhörer durch den parkähnlichen Friedhof, der 1884 eröffnet wurde, weil der bisherige kommunale Begräbnisplatz in Golzheim an seine Grenzen gestoßen war. Düsseldorf war Anfang der 1880er Jahre mit mehr als 100.000 Einwohnern Großstadt geworden, die Bevölkerung wuchs rasant und ein Ende der stürmischen industriellen Entwicklung war vorerst nicht abzusehen.

Im Juli 1882 wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, den der Gartenarchitekt Eduard Hoppe aus Pankow bei Berlin gegen starke Konkurrenz für sich entscheiden konnte. Hoppes Grundidee auf anfangs 15 Hektar ist noch heute gut zu erkennen: Von einem zentralen Eingangsbereich aus folgen in einer Süd-Nord-Achse die erst 1887 gebaute Kapelle und, auf einen Hügel ansteigend, der Ort für ein Hochkreuz, das 1905 aufgestellt wurde. Die Grabfelder in Nähe der Kapelle liegen wie in einem barocken, höfischen Garten, der als Grundriss ein Kreuz aufweist. Weiter entfernte Teile ähneln eher einem englischen Landschaftsgarten. Mittlerweile ist der Friedhof zweimal erweitert worden und hat heute eine Gesamtfläche von ca. 70 Hektar.

Klaus Siepmann führte die Besucher dieses Mal auch in Bereiche des Friedhofs, die die Besucher im letzten Jahr noch nicht gesehen hatten. Dabei wurde deutlich, wie enorm groß das Gelände dieser Begräbnisstätte ist. Neben den Grabmälern bekannter und bedeutender Persönlichkeiten, zu denen Politiker, Industrielle, Architekten und Künstler gehören, (z.B. Helmut Hentrich, Hans Schwippert, Caspar Scheuren, Theodor Löbbecke, Hans Müller-Schlösser, Cornelius Gurlitt, Jean Louis Piedboeuf, Eduard Schulte, Ernst Schiess u.v.a.) beeindruckten besonders die großen Ehrenfelder für die Toten des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Gisela Saßmannshausen

 

Gelesen 112 mal Letzte Änderung am Dienstag, 13 August 2019 19:07

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