Kulturkreis Meerbusch

Montag, 21 November 2016 00:33

Kunst und Kaffee im Derag Livinghotel De Medici

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Ist dies ein Hotel oder eher ein Museum? Diese Frage stellten sich die ca. 25 Mitglieder des MKK beim Besuch des luxuriösen Derag Livinghotels De Medici. Anlass war ein gemeinsames Kaffeetrinken der besonderen Art. An einigen Sonntagen in der Winterzeit, bietet das Hotel in der Mühlenstraße 31, am Rande der Düsseldorfer Altstadt, ein „Wiener Kaffeehaus“ in der hoteleigenen Grütznerstube an. So auch am 20.11.2016.

Doch vor dem Kaffeeerlebnis mit Wiener Melange und De Medici Torte gab es kulturelle und künstlerische Leckerbissen zu genießen. Denn das De Medici ist nicht nur Düsseldorfs schönstes Hotel, sondern in der Tat ein Museum, voll mit prunkvoller Geschichte, Kunst und Design aus privater Sammlung des Eigentümers Max Schlereth. Nach einer 5jährigen Umbauzeit präsentiert sich seit 2015 das Derag Livinghotel De Medici mit einem einzigartigen Konzept und einer Hommage an zwei Personen, die Düsseldorf in ganz besonderem Maße geprägt haben: Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz und seine Ehefrau Anna Maria von Medici, die Namenspatronin des Hotels. Auf Betreiben von Anna Maria entstand eine Gemäldegalerie von Weltrang entstand. auf die der Ruhm Düsseldorfs als Kunstmetropole zurückgeht.

Das prachtvolle De Medici selbst hat eine Geschichte hinter sich, die bewegender nicht sein könnte. Ab 1640 entstand der erste Gebäudekomplex als Jesuitenkloster mit St. Andreas Kirche und Gymnasium. Sogar eine Sternwarte war in einem Turm untergebracht. Nach den Jesuiten war das Gebäude Regierungssitz. Selbst Napoleon schaute dort vorbei. Dunkle Zeiten erlebte das Gebäude während der Nazizeit. Und nach dem zweiten Weltkrieg war die Stadtverwaltung dort untergebracht.

Heute präsentiert sich das Hotel De Medici mit 172 Zimmern und Apartments, die teilweise langfristig vermietet sind. Kunst und Geschichte gibt es auf jeder Etage, in jedem Trakt, in jedem Treppenhaus und in allen Zimmern. Vertriebsleiterin Lea Rogacki ermöglichte unserer staunenden Truppe den Einblick in viele Ecken, in ein Zimmer und den Tagungsraum, der übrigens früher ein Innenhof war, der als Parkplatz genutzt wurde. Es ging rauf und runter, um viele Ecken und Frau Rogacki hatte über jeden Kunstgegenstand spannende Geschichten und Hintergründe zu berichten. Die Kurfürstensuite konnten wir leider nicht besichtigen, da diese gerade belegt war.

Bei der Gestaltung ist es dem Eigentümer gelungen, seine Sammlung so gekonnt zu integrieren und zu arrangieren, dass die Geschichte lebendig zu werden scheint. Jan Wellem und Anna Maria De Medici entstiegen ihren Vitrinen Hand in Hand und gesellten sich unter uns. Gott Apollon und seine Musen jubilierten und musizierten für uns. Und wir staunten über die Sammlung von 150 Spazierstöcken (davon viele mit Hundeknauf) und 140 Pfeifen in der Raucherbar. Auch klärte sich das Rätsel, warum über der Lobby ägyptische Motive zu finden sind: die Ehefrau des Eigentümers ist nämlich Ägypterin. Im Klostertrakt wurden wir bis ins 4. Jahrhundert zurückgeführt und bewunderten hunderte handgefertigte unterschiedliche Putten, an den Decken.

Nach so viel Geschichte und Kunst freuten wir uns anschließend auf unsere wohlverdiente Kaffeetafel, im schon vorweihnachtlich geschmückten Hotel. So hatten wir Gelegenheit noch entspannt zusammen zu sitzen und über unsere Erlebnisse zu diskutieren.

Weil es allen so gut gefallen hat und wir noch viele Anfragen auf der Warteliste haben, werden wir das Event in 2017 wiederholen. Wir werden Sie entsprechend informieren.

Lesen Sie hier weitere Details zum Derag Livinghotel De Medici: https://www.deraghotels.de/wp-content/uploads/MED_Hausprospekt_DE.pdf

Wer sich für das Wiener Kaffeehau interessiert, findet hier weitere Termine, die auch privat besucht werden können: https://www.deraghotels.de/hotel-de-medici-duesseldorf/restaurants/wiener-kaffeehaus-de-medici/

Monika Zehmisch

Gelesen 1778 mal Letzte Änderung am Montag, 21 November 2016 00:51

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