Reiseberichte

Samstag, 17 März 2018 17:04

Reise: Auf den Spuren der Wittelsbacher

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Kooperationsreise des Ortskuratoriums Meerbusch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Meerbuscher Kulturkreises e. V.
vom 28.08. – 01.09.2018

Als der Pfalzgraf Otto von Wittelsbach im 12. Jahrhundert das Herzogtum Bayern erhielt, begann die erfolgreiche Regierungszeit einer Herrscherfamilie, die erst 1918 zu Ende ging. Noch heute begeistern die prächtigen Bauten, die sie als Herzöge, Kurfürsten, Könige und Kaiser hinterließen. 1777 starb die bayerische Linie der Wittelsbacher aus und Karl Theodor aus der Linie Pfalz-Neuburg-Sulzbach übernahm die Regentschaft. Seine Residenz verlegte der Kurfürst von Mannheim nach München.

Programm

Tag 1 Dienstag, 28.08.2018
06:30 Uhr Abfahrt Fouesnantplatz, Meerbusch-Strümp
06:45 Uhr Abfahrt Bahnhof Meerbusch-Osterath, am Kreisverkehr
07:00 Uhr Abfahrt Dr.-Franz-Schütz-Platz, Meerbusch-Büderich
Die Spurensuche beginnt in Mannheim um 11:00 Uhr mit einer Führung durch das Schloss Mannheim und anschließender Mittagspause.
Das Barockschloss Mannheim ist das zweitgrößte Schloss Europas mit einer Schaufront von über 400 m Länge. Die Kurfürsten von der Pfalz demonstrierten damit ihre bedeutende Stellung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Besonders Kurfürst Carl Theodor förderte in seiner Residenz Musik, Theater und Wissenschaften. Bei einem Besuch des 21jährigen Mozarts bestätigte ihm der Kurfürst: „Er spielt unvergleichlich“ – eine feste Anstellung blieb jedoch aus. Im 19. Jahrhundert bewohnte Erbprinz Karl von Baden mit Stephanie de Beauharnais, einer Adoptivtochter Napoleons, das Schloss, das auch in dieser Zeit der gesellschaftliche Mittelpunkt war.
Gegen 18 Uhr erreichen wir Nördlingen für eine Übernachtung im Hotel „Klösterle“.
Das nahezu kreisförmige, flache Nördlinger Ries hebt sich auffällig von der hügeligen Landschaft der Schwäbischen bzw. Fränkischen Alb ab. Das Ries wurde zunächst für eine vulkanische Struktur gehalten. Erst 1960 konnte nachgewiesen werden, dass es Überreste eines etwa 14,6 Millionen Jahre alten Einschlagkraters eines Meteoriten sind. Das Ries zählt zu den am besten erhaltenen Impaktkratern der Erde.

Tag 2 Mittwoch, 29.08.2018
Um 9.30 Uhr werden wir im Hotel zu einem 90minütigen historischen Rundgang durch die mittelalterlichen Gassen und Straßen Nördlingens abgeholt und lernen ein Teilstück von Deutschlands einziger vollständig erhaltener und rundum begehbarer Stadtmauer kennen.
Im Anschluss an die Weiterfahrt nach Neuburg an der Donau und eine individuelle Mittagspause beginnt um 15.00 Uhr eine zweistündige kunsthistorische Führung durch Neuburg (Besichtigung des Residenzschlosses, Sgraffiti-Kunst im Schlosshof, Spaziergang durch die Altstadt, prunkvolle Hofkirche, Karlsplatz, Provinzialbibliothek etc.).
Neuburg war seit dem Jahr 1505 Residenz der „Jungen Pfalz“ und damit eingebunden in die Auseinandersetzungen zwischen den Pfälzischen und den Bayerischen Zweigen des Hauses Wittelsbach.
Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559) baute dieses Zentrum seiner Regierung zu einem Musensitz der Renaissance aus. Umfangreiche Sammlungen, die Pflege von Kunst und Wissenschaft, vor allem der Musik, dienten zugleich der Zurschaustellung von Macht und Würde des Herrschers. Wichtigster Ort der fürstlichen Repräsentation war das Neuburger Schloss. Hier errichtete Ottheinrich den frühesten Kirchenbau protestantischen Glaubens, nachdem er sich – und damit sein Land – der Lehre Luthers zugewandt hatte. Neuburg erlitt damit die Zerrissenheit des konfessionellen Ringens. So wiederholte sich drei Generatioen später der abrupte Bruch im erneuten Konfessionswechsel. Unter Herzog Wilhelm von der Pfalz-Neuburg (1578-1653) verstanden sich die für Neuburg gemalten Altarbilder Peter Paul Rubens als Siegeszeichen der Gegenreformation.
Um 17.30 Uhr verlassen wir Neuburg und erreichen gegen 19 Uhr München, wo wir für drei Übernachtungen im zentral gelegenen TRYP-Hotel (nahe der Theresienwiese) bleiben.

Tag 3 Donnerstag, 30.08.2018
Die Innenstadt Münchens ist gut fußläufig zu erkunden. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts, als das Kurfürstentum Bayern ein Königreich und die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert gesprengt wurde, legte man neue Vorstädte im Norden und Westen an. Der Bau einer neuen Isarbrücke begünstigte die Erweiterung nach Osten.
Die bayerischen Regenten hinterließen bedeutende Schloss-, Museums-, Theater- und Kirchenbauten sowie Schulen und Universitäten. Noch heute sind sie als Förderer der Künste und der Wissenschaften präsent.
Der Leiter des Ortskuratoriums München, Graf Stillfried, wird die Reiseteilnehmer am 30. und am 31. August zu einem Stadtrundgang begleiten.
09:00 Uhr Stadtführung durch München – erster Teil
ca. 11:30 Uhr Abfahrt zum Schloss Nymphenburg und Mittagspause
Als der langersehnte Thronfolger, Max Emanuel, geboren war, gab Kurfürst Ferdinand Maria Nymphenburg als Geschenk an seine Gemahlin in Auftrag. Max Emanuel baute später das Schloss als Alternative zur Münchner Residenz aus. Den weitläufigen Schlosspark ließ Kurfürst Karl Theodor 1792 für das Volk öffnen. Nymphenburg diente jahrhundertelang als Sommerresidenz. Ein begrenztes Wohnrecht hat noch heute das Oberhaupt des Hauses Wittelsbach, Franz Herzog von Bayern.
14:00 Uhr Schlossführung
16:00 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr Botanischer Garten (fakultativ)
18:00 Uhr Rückfahrt zum TRYP-Hotel mit unserem Bus oder frühere individuelle Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Tag 4 Freitag, 31.08.2018
Herzog Wilhelm V. erwarb das Gelände von Schloss und Park Schleißheim und ließ zunächst einen Gutshof und ein Herrenhaus errichten. Ab 1617 vergrößerte sein Sohn Maximilian das Herrenhaus zu einem prächtigen Landsitz für den Sommer. Der „Blaue Kurfürst“ Max Emanuel verwandelte diesen zu einer pompösen Schlossanlage eines absolutistischen Herrschers. Die barocke Gartenanlage zählt zu den bedeutendsten in Europa.
09:00 Uhr Abfahrt zum Schloss Schleißheim
09:30 Uhr Schlossführung
11:30 Uhr Parkspaziergang
12:30 Uhr Rückfahrt nach München
13:00 Uhr individuelle Mittagspause
14:30 Uhr Stadtführung durch München – zweiter Teil
17:00 Uhr Rückfahrt zum TRYP-Hotel mit unserem Bus oder individueller Fußweg (ca. 20 Minuten)
19:00 Uhr Abfahrt mit unserem Bus zum gemeinsamen Abendessen
19:30 Uhr gemeinsames Abendessen in einem Brauhaus

Tag 5 Samstag, 01.09.2018
08:30 Uhr Abfahrt nach Aschaffenburg
13:00 Uhr Mittagspause in Aschaffenburg
Aschaffenburg, im äußersten Nordwesten des heutigen Freistaates Bayern, gehörte seit dem 10. Jahrhundert bis 1803 zum Mainzer Kurfürstentum. Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Albrecht von Brandenburg residierte ursprünglich in Halle an der Saale, wo er sich als großer Kunstmäzen erwies und besonders Lucas Cranach umfangreiche Aufträge erteilte. Aufgrund der Ereignisse der Reformation musste er 1541 aus Halle nach Aschaffenburg fliehen. So kamen mehrere Werke Lucas Cranachs nach Aschaffenburg. Er beauftragte auch Matthias Grünewald mit der Erstellung von Altargemälden.
Nach der Zerstörung der alten Burg im Jahr 1552 ließ Johann Schweikhard von Kronberg das Schloss Johannisburg errichten, das 1619 fertiggestellt war.
Erst 1814 kam Aschaffenburg zum Königreich Bayern, in dem bis 1918 die Wittelsbacher herrschten. Von 1840 bis 1848 ließ König Ludwig I. von Bayern das Pompejanum errichten.
Um 15.00 Uhr treffen wir uns zu einem zweistündigen Stadtrundgang, bei dem wir das „südliche Flair“ Aschaffenburgs entdecken. Ausgehend vom Pompejanum und den grünen Wandelgängen, lernen wir den Schlossgarten, das Schloss Johannisburg, den Theaterplatz in der Altstadt, die Sonnenuhr und den Stiftsplatz mit dem Stiftsmuseum kennen. Hier betrachten wir den Magdalenenaltar Lucas Cranachs d. Ä., eines der Hauptwerke der deutschen Malerei der Reformationszeit, und in der Stiftsbasilika Matthias Grünewalds Altarbild Die Beweinung Christi.
Um 17.00 Uhr treten wir die Rückfahrt nach Meerbusch an, das wir voraussichtlich gegen
20 Uhr erreichen.

Preise und Buchungsmöglichkeiten

Der Reisepreis beträgt für Mitglieder 570 € pro Person im Doppelzimmer und 720 € im Einzelzimmer.
Nichtmitglieder zahlen jeweils 50 € mehr.
Der Preis beinhaltet die Fahrt in einem modernen Europabus, vier Übernachtungen in Vier-Sterne Hotels im Stadtzentrum, Frühstück, Führungen, Eintritts- und Trinkgelder, Vorbereitungs- und Nachbereitungsabend.

Anmeldeschluss ist der 11. Juni 2018

Über E-Mails oder Anrufe Interessierter freuen sich:
Elisabeth Janssen, Telefon: 02159-50516, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Christa Ahrens-Wilke, Telefon: 02159-50543, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Gelesen 517 mal Letzte Änderung am Montag, 19 März 2018 19:01
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