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Artikel nach Datum gefiltert: Dienstag, 13 April 2021

Dienstag, 13 April 2021 22:36

Eröffnung des Kunstpfades Latumer See

Eröffnung des Kunstpfades Latumer See am 11. April 2021 mit dem Werk „Phoibos“ von Tristan Ulysses Hutgens

Seit 2018 planen der Meerbuscher Kulturkreis und der Heimatkreis Lank den „Kunstpfad Latumer See“. Wir wollen damit eine Verbindung, eine Symbiose zwischen Natur und Kunst herstellen, wobei natürlich die Kunst zur Natur passen muss. Wir wollen heute den Kunstpfad eröffnen mit dem Werk „Phoibos“ von Tristan Ulysses Hutgens.

Wer ist Herr Hutgens? Er wurde 1994 geboren. Bis 2019 studierte der an der Kunstakademie Düsseldorf. Er ist Meisterschüler von Prof. Didier Vermeiren. Zwischendurch studierter er an der Ecole nationale superieur des Beaux-Arts in Paris. Herr Hutgens lebt und arbeitet in Düsseldorf, Meerbusch und Paris. Er hat aber eine besondere Beziehung zu Meerbusch. Er sagte mal: „Hier in Meerbusch bin ich aufgewachsen. Wenn ich einige Monate in Istanbul oder Paris bin, zieht es mich zurück nach Meerbusch, in der Stadt der Ruhe“. Er hat an vielen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, unter anderem an einer Ausstellung des Vereins Meerbuscher Künstler.

„Phoibos“ heißt das Werk, mit dem der Kunstpfad Latumer See heute eröffnet wird. Wer ist „Phoibos“? Phoibos ist der Beiname des römischen Gottes Apollon, der Gott des Lichts, des Frühlings und der Kunst. Ich glaube: ein gutes Omen für den Kunstpfad Latumer See, für Kunst und Natur.

Wie soll es mit dem Kunstpfad weitergehen?

Der Meerbuscher Kulturkreis und der Heimatkreis Lank sind zur Finanzierung auf Spenden angewiesen. Um die Spendenbereitschaft zu erhöhen, wollen wir im Jahr 2022 einen landschaftsarchitektonischen Gestaltungsplan entwerfen lassen, in dem die besten Standorte für die weiteren 5 bis 7 geplanten Kunstobjekte dargestellt werden. Warum erst im Jahr 2022? Erst muss die Finanzierung dieses Planes gesichert sein. Zuvor soll sich aber der Kulturausschuss mit diesen Werken befassen. Denn wir wollen den Kunstpfad nur in Zusammenarbeit mit der Stadt Meerbusch und mit der Politik verwirklichen. Nach einigen Worten von Bürgermeister Bommers wollten wir, der Meerbuscher Kulturkreis und der Heimatkreis Lank, die dieses Kunstwerk mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Neuss gestiftet haben, der Stadt durch den Austausch der Schenkungsurkunden übereignen. Wegen der Wetterverhältnisse werden wir die Urkunden zu einem späteren Zeitpunkt austauschen.

(Auszug aus der Rede des Vorsitzenden des Meerbuscher Kulturkreises. Dr. Lothar Beseler, zur Eröffnung des Kunstpfades Latumer See am 11.4.2021 11 Uhr.)

 

Rede von Bürgermeister Christian Bommers zur Eröffnung des Kunstpfades Latumer See am Sonntag, 11. April 2021, Lank-Latum

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren des Meerbuscher Kulturkreises und des Heimatkreises Lank, lieber Herr Dr. Beseler, lieber Herr Jürgens, sehr geehrter Herr Hutgens, meine Lieben Gäste,

Wasser hat immer etwas Magisches, etwas Mystisches. Wasser lässt uns träumen, wenn der Wind kleine Wellen zeichnet, Nebelschwaden herüberziehen oder Regentropfen sanft darauf plätschern. Wasser hat etwas Beruhigendes und manchmal, wie jetzt in dieser Corona-Pandemie, etwas Sehnsuchtsvolles.Die Sehnsucht nach Ferne - vor allem dann, wenn sich die Sonnenstrahlen im Wasser brechen. Nicht selten wird dann auch der Latumer See zum Sehnsuchtsort.

Latumer See und Licht sind auch etwas, was das Kunstwerk „Phoibos“ von Tristan-Ulysses Hutgens verbinden. Die Skulptur, die auf den Gott des Lichts in der griechischen Mythologie anspielt, ist das erste Werk, das den Kunstpfad am Latumer See ziert.

Dabei ist dies hier ein Ort, den man nicht auf Anhieb mit Kunst in Verbindung bringt. Da stellt sich die Frage, ob es DEN Ort für Kunst überhaupt gibt?

Die Antwort darauf ist eigentlich ganz leicht. NEIN, DEN einen Ort für Kunst gibt es meiner Meinung nach nicht.

Ich finde, Kunst ist für jeden Ort ein Geschenk und hat die Gabe, die Umgebung neu wirken zu lassen - ganz egal wo sie präsentiert wird - und wie eben beschrieben, gleicht der Latumer See ja manchmal auch selbst einem kunstvollen Gemälde. Und so ist auch der Latumer See der perfekte Ort, Kunst zu präsentieren. Wer mit offenen Augen durch Meerbusch geht, wird ohnehin feststellen, dass das Motto „Kunst trifft auf Natur“ seit jeher eine wichtige Rolle im Stadtgebiet spielt. Sie begegnet einem auf Schritt und Tritt - ob an öffentlichen Gebäuden, in Parks, auf Friedhöfen, in Kreisverkehren oder eben hier am Latumer See.

Das Präsentieren von Kunst in der Natur hat darüber hinaus den Vorteil, dass DIE Menschen einen Zugang zur Kultur bekommen, die vielleicht vorher eher weniger damit anfangen konnten oder schlichtweg den Besuch eines Museums, einer Galerie oder eines Ateliers scheuten- unabhängig von Corona-Schließungen.

Mein Dank gilt an dieser Stelle den eben genannten Vereinen. Der Meerbuscher Kulturkreis und der Heimatkreis Lank ermöglichen maßgeblich, dass Kunst im öffentlichen Raum sichtbar wird. Mit der ersten Skulptur ist der Weg des Kunstpfads am Latumer See geebnet - wenngleich auch nach wie vor einige Steine auf dem Weg liegen. Denn finanziert wird das Projekt durch Spenden und Sponsorengelder. Mein Dank gilt daher auch denjenigen, die den Kunstpfad bisher finanziell unterstützt haben. Ich weiß auch, dass Sie bereits zusätzliche Anträge für die Finanzierung weiterer Kunstwerke gestellt haben - ich wünsche mir, dass diese Gelder bewilligt werden, damit der Kunstpfad möglichst bald durch weitere Werke ergänzt werden kann.

Heute aber machen wir, wie bereits erwähnt, den Anfang mit der Skulptur „Phoibos“ von Tristan-Ulysses Hutgens. An dieser Stelle darf ich sagen, wie sehr es mich freut, dass ein junger Künstler aus Meerbusch mit seinem Werk den Startschuss für den Kunstpfad geben darf. Meine Damen und Herren, dies ist eine Entscheidung mit Weitsicht. Junge Künstler gilt es zu fördern und zu unterstützen - zumal wenn sie aus der Heimatstadt kommen und in der Nachbarschaft studiert haben.

Mit seinem Werk greift Hutgens dabei auch die Historie des Latumer Sees auf, der jahrzehntelang für den Abbau von Sand und Kies zur Herstellung von Beton und Kalksandstein genutzt wurde. Materialien, die auch der Künstler für seine Plastik verwendete.

Meine Damen und Herren, ich freue mich aber auch auf die anderen Werke, die künftig den Kunstpfad zieren werden. Ich bin mir sicher, dass die Kunststadt Meerbusch dadurch um einen wertvollen Akzent bereichert wird. Als Bürgermeister dieser Stadt ist mir der heutige Termin eine ganz besondere Ehre, weil es das erste Projekt dieser Art ist, dass ich in meinem Amt eröffnen darf. Coronabedingt sind viele solcher Veranstaltungen bislang leider nicht möglich gewesen. Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank.

 

 

 

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