Kulturkreis Meerbusch

Mittwoch, 06 September 2017 00:00

Von Schlössern, Welfen und Fachwerkstädtchen

Das Ortskuratorium Meerbusch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat in Kooperation mit dem Meerbuscher Kulturkreis eine fünftägige Denkmalreise zu Schlössern und Fachwerkorten der Weserrenaissance und auf den Spuren der Welfen in Hannover und Celle durchgeführt.

Von einem kleinen Regenschauer abgesehen, wurde die Reisegruppe mit herrlichem Wetter verwöhnt, sodass die Stadtführungen in Lemgo, Höxter, Hannover, Celle und Hameln genossen werden konnten. Die charakteristischen Merkmale der Weserrenaissance, wie z.B. Fächerrosetten, Taubänder oder Zahnschnittleisten werden die dreißig Teilnehmer nie mehr vergessen.

Das Weserrenaissance-Museum im Schloss Brake vermittelte einen lebendigen Eindruck vom Leben im 16. und frühen 17. Jahrhundert.

Etwas ganz Besonderes war der Besuch im Schloss Wendlinghausen. Mit großem Enthusiasmus bedankte sich der Hausherr immer wieder für das Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die das Objekt bereits zweimal gefördert hat. Außerdem informierte er über die verschiedenen Standbeine, wie z.B. Eventmanagement, Ruhewald, ökologische Landwirtschaft und Energiegewinnung, die zur Finanzierung und Instandhaltung des denkmalgeschützten Anwesens genutzt werden.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war nach einer kurzen Fahrt auf der Weser der Besuch der ehemaligen reichsunmittelbaren Benediktinerabtei Corvey, deren Westwerk 2014 Unesco Welkulturerbe wurde. Corvey, in der Nähe von Höxter, war in der Zeit der Karolinger ein bedeutendes  Kloster, u.a. wegen  seiner verkehrsgünstigen Lage am Hellweg, einem alten Handelsweg, und an der Weser.

Die wechselvolle Geschichte der  Welfen, dem ältesten deutschen Adelsgeschlecht, illustrierten Schloss und Park Herrenhausen in Hannover und das Residenzschloss in Celle, wo man versicherte, dass hier „Weltgeschichte“ geschrieben wurde, als Georg Ludwig,  König von Hannover, 1714 König von Großbritannien wurde. Bis 1837 wurden die beiden Länder  in Personalunion regierte.

Die Hämelschenburg, die als Juwel der Weserrenaissance gilt, und die dortige Trakehnerzucht  bildeten einen unvergesslichen Abschluss der Reise.

Die beiden Reiseleiterinnen Elisabeth Janssen, Ortskuratorium Meerbusch, und Christa Ahrens-Wilke, Meerbuscher Kulturkreis, laden sehr herzlich zum Nachbereitungsabend am 10.10.2017 um 19 Uhr in den Osterather Hof, Kirchplatz 30 in Meerbusch ein. Gäste sind willkommen.

 

Christa Ahrens-Wilke

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